Verschlüsseln und doch wieder entschlüsseln?

Die Verschlüsselung ist momentan einer der Trends in der IT-Branche. Sie ist sicher, schwer zu knacken und gewährleistet Privatsphäre – doch wie lange noch? Die Bundesregierung arbeitet momentan daran, eine Behörde einzurichten, die sich darauf spezialisieren soll digitale Verschlüsselung wieder zu entschlüsseln.

lockGrund dafür sei, dass digitale Kommunikationsdienste, wie Whatsapp, Threema und Co. immer mehr auf Verschlüsselung setzen. Der Vorteil daran ist definitiv, dass die Nutzer der Dienste vor unbefugtem Mithören Dritter geschützt sind. – Ich meine wer hat es schon gerne, wenn jemand bei sensiblen Gesprächen mithört? Doch genau das möchte die Bundesregierung nach neusten Erkenntnissen jetzt, denn die Verschlüsselung hat nicht durchgängig nur Vorteile. Viele Kriminelle erfreuen sich beispielsweise auch an ihr, da sie so unbehelligt von der Polizei und Behörden kommunizieren können und womöglich Straftaten vorbereiten.

Dem will die Bundesregierung jetzt einen Riegel vorschieben, indem sie eine neue Behörde  ins Leben rufen, die dazu befähigt ist, digitale Verschlüsselung bei Verdacht auf Straftaten zu knacken und die Betroffenen abzuhören. Die „Zitis“ genannte Behörde soll Nachrichten bereits bevor sie verschlüsselt werden, abfangen. Begründet wird das Ganze mit Angst vor dem so genannten „going dark“. Das bedeutet, dass es durch die zunehmende Verschlüsselung immer schwieriger wird, Straftaten oder geplante Straftaten im Internet aufzudecken.

Es bleibt also spannend, ob und wann die neue Behörde ihren Kampf gegen Straftaten aufnehmen kann.