Deutsche Ohren noch nicht digitalisiert

Viele Deutsche wollen etwas in der Hand halten. Das zeigt sich, wenn man mal eine Statistik betrachtet, wie viele Menschen in der Bundesrepublik digitale Musikangebote nutzen. Die meisten wollen die dem Tod geweihte Audio-CD anscheinend immer noch nicht beerdigen und öffnen sich nur langsam für digitale Musikangebote.

Nach der Statistik nutzen nämlich nur knapp 25% der Deutschen im Jahre 2012 digitale Musikangebote. Damit liegt das mitteleuropäische Land weit hinter Großbritannien und den USA. Tatsächlich greifen nämlich fast 40% der Briten im Jahr 2012 auf digitale Musikangebote zurück, bei den Amerikanern beläuft sich dieser Wert sogar auf fast 60% ! Selbst Franzosen und Japaner sind in Sachen digitaler Musik besser aufgestellt als die Deutschen. Beide Länder bringen es auf um die 20%.

 

Doch woran kann das liegen, dass die deutsche Bevölkerung sich noch nicht recht an digitale Musikangebote herantraut? Dies kann verschiedene Ursachen haben. Eine ist jedoch wohl schlicht und ergreifend, dass die Deutschen einfach etwas Haptisches brauchen, worauf ihre Musik gespeichert ist. Audio-CDs – ein Format entwickelt in den 80ern – gehen in Deutschland immer noch gerne über die Ladentheke. Für viele, gerade ältere Menschen gestaltet sich die Kaufabwicklung für digitale Musik im Internet auch einfach als zu kompliziert. Es geht für sie viel schneller, in einen Laden zu gehen und die CD jenes Künstlers zu kaufen, den sie gerne hören.

Also Leute – hängen eure CDs schon als Krähenabwehr im Kirschbaum oder sind sie immer noch fester Bestandteil eurer Musiksammlung?