Trends / Wissenswertes

Verschlüsseln und doch wieder entschlüsseln?

Die Verschlüsselung ist momentan einer der Trends in der IT-Branche. Sie ist sicher, schwer zu knacken und gewährleistet Privatsphäre – doch wie lange noch? Die Bundesregierung arbeitet momentan daran, eine Behörde einzurichten, die sich darauf spezialisieren soll digitale Verschlüsselung wieder zu entschlüsseln.

lockGrund dafür sei, dass digitale Kommunikationsdienste, wie Whatsapp, Threema und Co. immer mehr auf Verschlüsselung setzen. Der Vorteil daran ist definitiv, dass die Nutzer der Dienste vor unbefugtem Mithören Dritter geschützt sind. – Ich meine wer hat es schon gerne, wenn jemand bei sensiblen Gesprächen mithört? Doch genau das möchte die Bundesregierung nach neusten Erkenntnissen jetzt, denn die Verschlüsselung hat nicht durchgängig nur Vorteile. Viele Kriminelle erfreuen sich beispielsweise auch an ihr, da sie so unbehelligt von der Polizei und Behörden kommunizieren können und womöglich Straftaten vorbereiten.

Dem will die Bundesregierung jetzt einen Riegel vorschieben, indem sie eine neue Behörde  ins Leben rufen, die dazu befähigt ist, digitale Verschlüsselung bei Verdacht auf Straftaten zu knacken und die Betroffenen abzuhören. Die „Zitis“ genannte Behörde soll Nachrichten bereits bevor sie verschlüsselt werden, abfangen. Begründet wird das Ganze mit Angst vor dem so genannten „going dark“. Das bedeutet, dass es durch die zunehmende Verschlüsselung immer schwieriger wird, Straftaten oder geplante Straftaten im Internet aufzudecken.

Es bleibt also spannend, ob und wann die neue Behörde ihren Kampf gegen Straftaten aufnehmen kann.…

Wissenswertes

Kinder und Algorithmen – passt das zusammen?

Die Digitalisierung verändert das Leben aller Menschen. Auch das unserer Kinder. Mittlerweile sind Begriffe wie „Algorithmus“ den meisten Menschen, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind, geläufig, doch die wenigsten von ihnen wissen, was sich dahinter eigentlich verbirgt.

 

Es fehlt einfach an Fachwissen über digitale Funktionsweisen. Die Digitalisierung kann nicht weiter wachsen, wenn eigentlich niemand versteht, was da eigentlich vor sich geht. Also muss sich auch unsere Schuldbildung anpassen und Unterrichtsinhalte, sowie Fächer neu konzipiert werden. Viel weniger sollten Schüler mit Unterrichtsinhalten konfrontiert werden, die sie später ohnehin nie mehr benötigen, viel mehr jedoch mit wirklich wichtigen Dingen, die unser alltägliches Leben betreffen – also auch die Digitalisierung.

Die Bildung in diesem Bereich wird weiterhin oberflächlich ausfallen, wenn man es nicht wenigstens schafft, die Grundkenntnisse algorithmischer Prinzipien bereits in jungen Jahren zu vermitteln. In Zukunft wird es wohl immer wichtiger werden, zu verstehen, was da in unseren vielen elektronischen Gerätschaften eigentlich vor sich geht. Sonst ist es vielleicht bald für Unternehmen wie Google möglich, noch mehr Macht zu gewinnen, ohne, dass wir das auch nur ansatzweise kritisch sehen – aus dem einfachen Grund, weil wir schlicht und ergreifend nicht verstehen, was da überhaupt vor sich geht ……