Trends / Wissenswertes

Verschlüsseln und doch wieder entschlüsseln?

Die Verschlüsselung ist momentan einer der Trends in der IT-Branche. Sie ist sicher, schwer zu knacken und gewährleistet Privatsphäre – doch wie lange noch? Die Bundesregierung arbeitet momentan daran, eine Behörde einzurichten, die sich darauf spezialisieren soll digitale Verschlüsselung wieder zu entschlüsseln.

lockGrund dafür sei, dass digitale Kommunikationsdienste, wie Whatsapp, Threema und Co. immer mehr auf Verschlüsselung setzen. Der Vorteil daran ist definitiv, dass die Nutzer der Dienste vor unbefugtem Mithören Dritter geschützt sind. – Ich meine wer hat es schon gerne, wenn jemand bei sensiblen Gesprächen mithört? Doch genau das möchte die Bundesregierung nach neusten Erkenntnissen jetzt, denn die Verschlüsselung hat nicht durchgängig nur Vorteile. Viele Kriminelle erfreuen sich beispielsweise auch an ihr, da sie so unbehelligt von der Polizei und Behörden kommunizieren können und womöglich Straftaten vorbereiten.

Dem will die Bundesregierung jetzt einen Riegel vorschieben, indem sie eine neue Behörde  ins Leben rufen, die dazu befähigt ist, digitale Verschlüsselung bei Verdacht auf Straftaten zu knacken und die Betroffenen abzuhören. Die „Zitis“ genannte Behörde soll Nachrichten bereits bevor sie verschlüsselt werden, abfangen. Begründet wird das Ganze mit Angst vor dem so genannten „going dark“. Das bedeutet, dass es durch die zunehmende Verschlüsselung immer schwieriger wird, Straftaten oder geplante Straftaten im Internet aufzudecken.

Es bleibt also spannend, ob und wann die neue Behörde ihren Kampf gegen Straftaten aufnehmen kann.…

Trends

Deutsche Ohren noch nicht digitalisiert

Viele Deutsche wollen etwas in der Hand halten. Das zeigt sich, wenn man mal eine Statistik betrachtet, wie viele Menschen in der Bundesrepublik digitale Musikangebote nutzen. Die meisten wollen die dem Tod geweihte Audio-CD anscheinend immer noch nicht beerdigen und öffnen sich nur langsam für digitale Musikangebote.

Nach der Statistik nutzen nämlich nur knapp 25% der Deutschen im Jahre 2012 digitale Musikangebote. Damit liegt das mitteleuropäische Land weit hinter Großbritannien und den USA. Tatsächlich greifen nämlich fast 40% der Briten im Jahr 2012 auf digitale Musikangebote zurück, bei den Amerikanern beläuft sich dieser Wert sogar auf fast 60% ! Selbst Franzosen und Japaner sind in Sachen digitaler Musik besser aufgestellt als die Deutschen. Beide Länder bringen es auf um die 20%.

 

Doch woran kann das liegen, dass die deutsche Bevölkerung sich noch nicht recht an digitale Musikangebote herantraut? Dies kann verschiedene Ursachen haben. Eine ist jedoch wohl schlicht und ergreifend, dass die Deutschen einfach etwas Haptisches brauchen, worauf ihre Musik gespeichert ist. Audio-CDs – ein Format entwickelt in den 80ern – gehen in Deutschland immer noch gerne über die Ladentheke. Für viele, gerade ältere Menschen gestaltet sich die Kaufabwicklung für digitale Musik im Internet auch einfach als zu kompliziert. Es geht für sie viel schneller, in einen Laden zu gehen und die CD jenes Künstlers zu kaufen, den sie gerne hören.

Also Leute – hängen eure CDs schon als Krähenabwehr im Kirschbaum oder sind sie immer noch fester Bestandteil eurer Musiksammlung?…